Sonntag, 24. April 2022

Für die Reise

Wieder habe ich kleine Quadrate verarbeitet. Es sind kleine Nähetuis  für die Reise entstanden. Ich habe die ganze Zeit so ein einfaches Teil aus Plastik benutzt. Da dachte ich mir ich könnte einmal ein stilvolleres anfertigen. Eine Anleitung dazu hatte ich nicht. 

Nachdem ein Etui fertig war ist noch ein Zweites entstanden. Verschlossen sind sie mit einem Knopf und Haargummis.




So ist das Etui innen eingeteilt. Aus Karton habe ich mir eine Karte geschnitten und Nähfaden aufgewickelt. Als ich die Etuis einer Freundin gezeigt habe, meinte sie : "Es fehlt ein Nadeleinfädler". Ich brauche so ein Teil nie. Nun muss ich einmal nachsehen ob ich so einen Einfädler irgendwo habe.




Das Blaue wandert in meine Geschenkekiste und wird irgendwann mal verschenkt.

Ich wünsche allen im Bloggerland einen schönen Sonntag-Abend und einen guten Start in die neue Woche.

Marianne
 

Freitag, 1. April 2022

Richtig nachhaltig

Die Muster vom letzten Post sind verarbeitet und es ist eine Tasche geworden. Dieses Mal habe ich fast nur lauter kleine Stoffreste verarbeitet. Trotz allem habe ich den Eindruck, dass die Restekiste nicht wirklich leerer geworden ist. Wenn ich eine Tasche nach meinen eigenen Vorstellungen nähe dauert es oft sehr lange. Ich probiere herum und überlege vor jedem Schritt wie es gehen könnte. Auftrennen und neu nähen gehört da eigentlich immer dazu. Bei dieser Tasche war das nicht so - alles hat sofort geklappt. Mir gefällt das Ergebnis und ich bin zufrieden.

So sieht meine fertige Tasche nun aus. Die Henkel sind aus Leder und ich habe sie wieder mit Buchschrauben befestigt.


Da ich für die Zwischenstreifen lauter Jeansreste verwendet habe, ist auch die kleine Chips-Tasche von einem Rest entstanden.


Den Boden habe ich diagonal abgesteppt und Bodennägel montiert.
Da die Rück- und die Vorderseite gleich sind gefällt mir die Seitenansicht auch. Ich habe zusätzlich noch einen langen Henkel angebracht damit man die Tasche auch quer tragen kann.

Gefüttert ist die Tasche mit einem Rest gestepptem Futter. Das ist von irgendeiner Näherei einmal übrig geblieben.

Auf der Innenseite habe ich auf einer Seite ein kleine Tasche aus Streifenresten angebracht.
Auf der anderen Seite eine kleine Reißverschlusstasche die ich irgendwann mal genäht hatte. Insgesamt wurden also wirklich lauter Reste verwendet.

Hier schneit es und dazu ist es auch noch sehr kalt- richtig ungemütlich ist es. Ich wünsche allen im Bloggerland ein gemütliches Wochenende.

Marianne


 

Montag, 28. März 2022

Streifen

Nicht immer nur Quadrate sondern auch die Streifen bewahre ich in einer Schachtel auf. Da hatte sich so einiges angesammelt. Mein nächstes Projekt soll einen schönen Rand bekommen und dafür wollte ich ein Muster, das ich vor längerer Zeit einmal genäht habe, ausprobieren. Anleitungen bewahre ich immer in einem Ordner auf, denn in Büchern suchen ist langwierig. Dafür könnte ich auch ganz schmale Streifen verwenden dachte ich mir.

Da ich mir so eine Technik, wenn ich sie nur einmal vor langer Zeit genäht habe, nicht merken kann ist mein Ordner mit solchen Sachen sehr praktisch.
Mit einem 1,5"-Quadrat habe ich angefangen und danach lauter 1" Streifen angenäht. Die stammen alle aus der Restekiste. Der Streifen muss ja auch irgendwie verarbeitet werden und ich denke, das wird eine Tasche. Daher wurde sofort ein zweiter Streifen genäht. 

Ganz viele bunte Streifen wurden zu einem Band zusammengenäht. Die Zwischenstreifen sind aus Jeansresten entstanden. Das Zackenmuster ist nach einen Buch, das ich schon ewig besitze, genäht. 

Das Muster setzt sich aus solchen Segmenten zusammen. Es werden Streifen aneinander genäht und danach im 45°-Winkel abgeschnitten. Komischerweise habe ich nach dem Buch "Simply Seminole" noch nie gearbeitet. Die Muster darin gefallen mir zwar gut, aber mit den Farben und den gezeigten Quilts kann ich nichts anfangen. Mal sehen wie es weiter geht mit dieser Tasche.

Es war ein ganz wunderschönes Wochenende.  Gestern habe ich meine russischen Freunde in ihrem Garten besucht und wir hatten einen gemütlichen Nachmittag in der Sonne. Die Natur braucht zwar unbedingt Regen, aber ich genieße diese Frühlingstage so richtig.

Ich wünsche allen im Bloggerland eine schöne Woche.

Marianne

 

Dienstag, 22. März 2022

Geordnet

Bisher hatte ich meine Webbänder in einer kleinen Tasche aufgehoben. Jedes Mal wenn ich ein passendes Band ausgesucht habe, wurden alle Bänder herausgeholt und dabei entstand immer ein ziemlich großes Durcheinander. Das habe ich nun geordnet. Eine Mappe für meine Bänder ist entstanden. So habe ich den Überblick sofort und kann das richtige Band mit einem Blick finden und entnehmen.

Das ist die Mappe gefüllt mit meinen Webbändern. Sie ist etwas größer als DIN A4 und passt so genau in eine meiner Schubladen am Nähtisch.


Die Inneneinteilung musste ich erst einmal ausprobieren und danach berechnen. Die Bänder werden hinter ein Gummiband geklemmt und sind so sehr flexibel. Ich kann auch mehrere Bänder zusammen dahinter aufbewahren. 
Die Außenseite besteht, wie häufig bei mir, aus kleinen 1,5"-Quadraten. Die habe ich diagonal gequiltet. 
Hier noch eine Aufnahme im Detail. Damit hat das Durcheinander bei den Bändern ein Ende.

Ich wünsche allen im Bloggerland eine schöne Woche. Genießt das schöne Frühlingswetter und lasst euch von den schlimmen Nachrichten nicht zu sehr deprimieren.

Marianne


 

Dienstag, 8. März 2022

Blau - Gelb

Am Freitag findet hier der erste Stoffmarkt statt. Da habe ich mir gedacht ich könnte ein wenig Solidarität zeigen. Dort treffe ich mich mit einer Freundin. Für sie und mich habe ich kleine Münztäschchen in den Farben Blau/Gelb genäht. 

Die können wir uns ans Revers oder an unsere Einkaufstasche anhängen. 

Ich habe eine Schablone dafür gemacht.

Sie sind aus Filz und ganz schnell gemacht. Die Rundung habe ich mit dem Zirkel gezeichnet. 

Mein Kissen ist auch fertig. Ich muss nur noch die Knöpfe annähen. 

Einen kleinen schwarzen Rand und einen breiteren blauen Rand habe ich noch auf der Vorderseite angefügt. 

Für eine schöne Rückseite sind wieder kleine 1,5" Quadrate zu einer Reihe zusammengesetzt worden und für eine Knopfleiste ein schwarzer Rand. Meine Nähmaschine hat ein sehr schönes Programm für Knopflöcher. Das habe ich irgendwann mal ausprobiert. Damit ich das hier anwenden konnte musste ich erst einmal das Anleitungsbuch hervorholen und nachsehen wie das funktioniert. Dazu muss ein spezieller Nähfuß eingesetzt werden. Da wird der Knopf hinten eingelegt und die Maschine näht danach das Knopfloch in der richtigen Größe - sehr praktisch. Früher sind meine Knopflöcher immer mit kleinem Zickzack-Stich, für den Riegel mit großem Stich, entstanden. Die waren nie so schön wie die hier. 

Hier ist heute wieder so schönes Wetter. Da hole ich nun mein Fahrrad heraus und drehe eine Runde. Ich wünsche allen im Bloggerland einen schönen Tag.

Marianne 
 

Donnerstag, 3. März 2022

Das war einmal

Als ich 2013 mit meinem Blog angefangen habe ist dieses Kissen entstanden.

 

Das war kompliziert zu nähen. Ich liebe dieses Kissen immer noch sehr und es liegt im Schlafzimmer auf einem Stuhl. Zur Zeit brauchte ich eine Herausforderung um mich von den Nachrichten ab zu lenken. Die Überlegung so ein Kissen noch einmal zu nähen kam mir spontan. Ich hatte keine Ahnung mehr wie das Muster genäht wird und musste erst einmal in meinen diversen Büchern nachsehen. Die Cathedral-Windows werden in fast jeder Anleitung unterschiedlich genäht und so habe ich das Kissen genau untersucht und schließlich war mir klar wie ich das damals gemacht habe. Die Farbe sollte zu dem Quilt der im Wohnzimmer auf dem Sofa liegt passen.


Dieser Quilt war auch so eine Herausforderung und ich habe mich dabei an der PP-Methode abgearbeitet. Die Stoffe dafür hatte ich über lange Zeit zusammen gesammelt. Es sind fast nur einfarbige Stoffe und einige Reste davon besitze ich immer noch.  Das Kissen sollte nur farblich passen und ich habe gemusterte Stoffe verwendet. 

Zuerst wurde mit einer Pappschablone außen ein Saum um gebügelt und danach 2 Mal die Ecken nach innen umgelegt bis ein 4,5" großes Quadrat wie auf dem Foto entstanden war. 

Drei Quadrate wurden aneinander genäht.

Danach wurden die Reihen mit der Maschine zusammengenäht.
Danach habe ich 4,5" und 3" große Quadrate aus verschiedenen Stoffen aufgelegt und wie auf dem Bild die schwarzen Ränder umgelegt und festgesteckt.
Das könnte man nun mit der Hand annähen. Ich bin nicht der große Handnäher und habe das daher mit der Nähmaschine gemacht. Die beiden Bilder sind auf meinem Arbeitstisch mit Kunstlicht entstanden. Das verfälscht die Farben total.

Danach habe ich noch ein Foto mit natürlichem Licht gemacht. Da stimmen die Farben. Nun überlege ich wie ich den Rand gestalte. Zuerst hatte ich gedacht ich mache den Rand schwarz. Ich habe ein wenig rumprobiert und mich für ein kräftiges Blau entschieden. Das zeige ich beim nächsten Mal.

Hier ist sehr schönes sonniges Wetter. Da war ich heute erst einmal mit dem Rad unterwegs und habe mich von der Sonne bescheinen lassen.
Ich wünsche allen im Bloggerland ein sonniges Wochenende.

Marianne

Montag, 28. Februar 2022

Kleinigkeiten

Beim Aufräumen ist mir neulich ein Duschtuch, welches ich nicht mehr mag, in die Hände gefallen. Einige Zeit lag es schon im Nähzimmer. Jetzt sind daraus einige Waschhandschuhe entstanden. Frottee habe ich schon sehr lange nicht mehr verarbeitet und es war mir nicht mehr im Gedächtnis was für ein Gefussel es macht. Schon beim Zuschneiden war der Arbeitstisch voll mit lauter Fussel. Nach dem Nähen musste ich nicht nur den Tisch sondern auch noch die Nähmaschine aussaugen. Das Ergebnis sind mehrere schöne Waschhandschuhe. 

Die Borte hat mir vor längerer Zeit eine Nachbarin geschenkt und das schmückt die einfachen Waschhandschuhe doch sehr. Der Frottee ist zart-gelb und so passen die sehr gut in mein Badezimmer.

Außerdem ist in den letzten Tagen noch eine Federmappe entstanden. Dafür sind wieder einige meiner 1,5 Inch Quadrate weg gekommen. Anleitung dafür hatte ich keine. 

 So sieht die Mappe von außen aus. Ich habe ein Aufbügelvlies verwendet und sparsam gequiltet.

Ich habe die Inneneinteilung ganz nach meinen Vorstellungen gemacht. Eine kleine Tasche oben für Kleinigkeiten wie Büroklammern usw., eine große Tasche mit Reißverschluss und Fächer für Brille und Stifte.

Verschließen kann man die Mappe mit Klettband wie man hier sehen kann.

Das war eine schöne Ablenkung von den täglichen bestürzenden Nachrichten. Wenn da ein Mensch mit seinen Atomwaffen droht kann man nicht mehr ruhig bleiben. Die Bilder von den Frauen mit ihren Kindern und die vielen alten Menschen auf der Flucht sind furchtbar. Auf der anderen Seite kommen die nun hier in unseren Turbo-Kapitalismus. Die einfachen Leute hier wissen nicht wie sie ihre Miete und den Lebensunterhalt aufbringen sollen und die Milliardäre lassen sich ins Weltall fliegen. Die Aktien von Rheinmetall sind gestiegen habe ich gehört. Da werden die, die an dem Maskenschwindel beteiligt waren auch wieder mitverdienen. 

Ich wünsche allen im Bloggerland, dass das Elend nicht noch größer wird.

Marianne